Männer I

Ostbayern 2020/21 - Bezirksoberliga
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Liebe Fans,

zur neuen Spielzeit 2020/21 begrüße ich Euch sehr herzlich. Nach einer ungewöhnlichen letzten Saison wartet nun eine neue auf uns, die wohl noch niemand von uns erlebt hat. Wenn sie denn überhaupt startet …

Wie üblich möchte ich jedoch kurz auf die vergangene Saison zurückschauen. Unsere junge, neuformierte Truppe legte einen fantastischen Start hin, Heimsiege gegen die favorisierten Teams aus Regensburg wurden gekrönt durch eine spielerische Glanzleistung beim Derby in Sulzbach. Auch in den anderen Spielen zeigten wir (meist) ansprechende Leistungen, sodass wir kurz vor Weihnachten verlustpunktfrei die Tabelle anführten. Den ersten Fleck auf die weiße Weste gab es dann ausgerechnet im letzten Spiel des Jahres, als wir in Altdorf kurz vor Schluss eine Zwei-Tore-Führung verspielten und uns mit einem Punkt begnügen mussten. Ins neue Jahr fanden wir dann, auch mangels Trainingsbeteiligung, nur sehr schwer. Zwar konnten wir weiterhin alle Heimspiele gewinnen, auswärts jedoch gab es nichts mehr zu holen. Dabei war die Niederlage bei der SG Regensburg noch als äußerst unglücklich einzustufen. Schon dort reisten wir mit dem letzten Aufgebot an, nachdem sich unser Lazarett in den Tagen vor dem Spiel bedenklich gefüllt hatte. Am Ende ging uns leider die Puste aus und so verloren wir knapp mit einem Tor. Diese Enttäuschung schien bei unserem jungen Team so etwas wie „den Stecker gezogen“ zu haben, denn in der nächsten Auswärtspartie bei Erlangen-Niederlindach traten wir kraft- und emotionslos auf und verspielten mit der Niederlage dort im Endeffekt den Aufstieg. Kurz darauf verloren wir auch noch beim ESV Regensburg, wobei wir dort nur noch mit einem Rumpfkader antreten konnten (danke Karsten, dass du nochmals deine alten Knochen hingehalten hast J). Gegen einen in allen Belangen überlegenen Gegner hatten wir dort nichts zu bestellen und verloren erstmals seit Monaten die Tabellenführung.

Leider nahm uns die allgemeine Infektionslage im Anschluss an das siegreiche Spiel beim HC Forchheim jede Chance, den neuen Tabellenführer SG Regensburg doch noch zu überholen. So lagen wir bei Saisonabbruch schließlich einen Punkt hinter dem Meister SG, nach Minuspunkten gleichauf mit dem ESV Regensburg, der durch die Quotientenregelung den Aufstieg auch nur knapp verpasste.

Durch das (verfrühte) Saisonende stand der obligatorische Personalwechsel an, der erfreulicherweise kleiner als in den Vorjahren ausgefallen ist. Aus beruflichen Gründen musste Philipp Schöttner leider das Amt des Co-Trainers schon nach nur einer Spielzeit wieder aufgeben. Ersatz fanden wir hier quasi in den eigenen Reihen, da sich Nico Neupert schon Wochen vorher entschlossen hatte, nach Erfahrungen als Trainer im Jugendbereich bei HaSpo Bayreuth wieder zu seinem Heimatverein zurückzukehren. Statt, wie geplant, eine Jugendmannschaft in unserer SG zu trainieren, übernahm er bereitwillig die freigewordene Stelle im Team der Ersten. Schon nach kurzer Zeit kann man ganz klar sagen, dass er ein absoluter Glücksgriff für uns ist, mit seinem Know-how und seinem Fachwissen hat er frischen Wind in die Mannschaft gebracht.

Leider musste uns mit Daniel Schalanda die gute Seele des Teams verlassen. Beruflich wurde Schalo nach Oberbayern versetzt, sodass er uns vorerst nicht mehr zur Verfügung steht. Natürlich drücken wir die Daumen, dass es nur ein Jahr bleibt und wir Schalo im Sommer wieder bei uns begrüßen dürfen. Den freien Platz konnten wir mit Elias Küffner besetzen. Gerade im letzten Jahr hat Eli in der zweiten Mannschaft als Führungsspieler überzeugt und auf sich aufmerksam gemacht. Wir erhoffen uns in der kommenden Spielzeit mit ihm mehr Variabilität, schließlich ist mit  Elias wieder ein Linkshänder im Team.

Aus beruflichen, familiären und studienbedingten Gründen hatte auch Matthias Edtbauer frühzeitig signalisiert, nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Auch dieser Verlust trifft uns hart, schließlich war Edi unser Allrounder im Rückraum. Lange Zeit schien es, als ob wir diese Lücke nicht schließen könnten, bis uns Ende September ein „alter“ Bekannter kontaktierte. So ist Thomas Wilke seit einigen Wochen erfreulicherweise wieder Teil unseres Teams und bereichert mit seiner Dynamik und Wucht unser Spiel.

Ebenfalls berufliche Gründe führten bei Stephan Bruckmayer dazu, seine Handballschuhe zumindest in der Ersten an den Nagel zu hängen. Seine Arbeit als Polizist mit vielen Wochenenddiensten lassen leider weder einen geregelten Trainings- noch Spielbetrieb zu. Glücklicherweise konnten wir Alexander Deinzer davon überzeugen, seine handballerischen Qualitäten zukünftig in der Ersten zu zeigen. Da Ali sowohl am Kreis als auch im Rückraum einsetzbar ist, erweitert er unsere Möglichkeiten.

Eine Einschätzungen zur kommenden Saison abzugeben, erscheint fast unmöglich. Neben den schon fast üblichen Faktoren wie Verletzungen, Formkurven oder auch Schiedsrichterleistungen gibt es eine Vielzahl an Fragezeichen: können Mannschaften überhaupt regelmäßig trainieren?  Müssen Mannschaften Spiele an Samstagen und Sonntagen austragen? Sind Spieler oder Mannschaften vom Virus betroffen? Sind Zuschauer in den Hallen zugelassen, und wenn ja, wie viele? Verzichten Spieler freiwillig auf Spiele, um Probleme mit ihren Arbeitgebern zu verhindern? …

Folglich sind wir am besten beraten, wenn wir nur auf uns schauen. Unser Ziel ist es, sowohl die mannschaftliche als auch die individuelle Entwicklung voran zu bringen. Gerade Spieler wie Lukas Weisser, Tizian Podlech und auch Max-Anton Seiffert haben in den letzten Monaten eine tolle Entwicklung genommen, die wir hoffentlich weiter unterstützen können. Sollte es eine gewertete Tabelle geben, so wollen wir besser abschneiden als im Vorjahr.

Abschließend geht ein großer Dank an Norbert Herold für das Erstellen des Hygienekonzepts und an die Stadt Auerbach für die Möglichkeit, wieder in der Halle zu trainieren. Und natürlich an Euch, unsere treuen Fans, dass ihr uns auch im letzten Jahr in überwältigender Weise unterstützt habt. Wir freuen uns schon jetzt darauf, euch wieder in der Halle begrüßen zu dürfen, auch wenn das sicher noch dauern wird.

Diejenigen die in die Halle kommen (dürfen): bitte unterstützt uns so lautstark wie auch nur irgendwie möglich. Und allen anderen: danke fürs Daumen drücken!

 

Auf geht’s, pack ma’s an!

Euer Johnny