Vereinsneuigkeiten

Spielbericht SG Auerbach/Pegnitz - HC Sulzbach-Rosenberg

Mittwoch, 01. Juni 2022, 08:43 Uhr

Mit einer klaren und auch in der Höhe verdienten 31:40 (15:22) Heimniederlage gegen den HC Sulzbach-Rosenberg (HCS) verabschiedete sich die SG Auerbach/Pegnitz aus dem Rennen um die Meisterschaft. Vor einer farbenfrohen und lautstarken Kulisse mit knapp 500 Zuschauern, von denen etwa ein Drittel aus Sulzbach angereist war, boten die Gastgeber speziell in der Defensive eine teils desaströse Vorstellung. Der HCS war über die gesamte Dauer des Spiels wacher, aggressiver, einen Schritt schneller und wirkte deutlich motivierter, als seine Gastgeber. Vor dem letzten, nun bedeutungslos gewordenen Spieltag am Pfingst-Sonntag steht der HCS damit als Meister und einziger Aufsteiger in die Landesliga fest.

SG Auerbach/Pegnitz – HC Sulzbach-Rosenberg: 31:40 (15:22)

„Die beiden wichtigsten Spiele der Saison nacheinander mit 40 Gegentoren zu verlieren ist schon irgendwie ein Hinweis auf fehlende Einstellung.“ Nicholas Neupert saß noch lange nach dem Schlusspfiff auf seinem Platz neben dem Spielfeld und versuchte die richtigen Worte für das soeben Gesehene zu finden. Auch für Stefan von Frankenberg lag der Grund für die deftige Niederlage eindeutig im Abwehrverhalten. „Es hat sich schon seit längerem abgezeichnet, dass wir gegen Teams, die schnell und aggressiv angreifen oft zu vorsichtig agieren und nicht dort hingehen, wo es weh tun könnte.“ Mit ihrer Kritik stießen sie noch nicht einmal auf großen Widerstand ihrer Spieler. Auch Maxim Pankraz, einer der Wenigen, die bis zum Schluss versuchten, sich der Niederlage entgegen zu stemmen, haderte mit der Blau-Weißen Defensive. „Egal wie du an den Gegner herangehst, wenn dein Mitspieler nicht hilft, sondern eher einen Schritt zurück geht, kannst du auf Dauer niemanden halten. Was wir heute gespielt haben war zum Teil ‚begleitendes Werfenlassen‘.“ Dass zudem beide Torhüter nicht ihren besten Tag erwischt hatten, wollte er nicht als Grund für die vielen Gegentore gelten lassen. „Wir haben den Gegner zu oft von sechs, sieben Metern werfen und damit den Torwart schlecht aussehen lassen.“ 

Maßlose Enttäuschung auf der einen, riesige Freude auf der anderen Seite. Während man auf Seiten der Gastgeber in konsternierte Gesichter blickte, ließen sich die HCS-Spieler von ihrer „Roten Wand“ für den Aufstieg lautstark feiern. Trainer Christian Rohrbach zeigte sich froh über den Meistertitel, aber auch einigermaßen überrascht vom Spiel der SG. „Ich habe mich einerseits gewundert, dass sie in ihrer Spielanlage kaum etwas zum Hinspiel in Sulzbach verändert haben, andererseits hatte ich die Einwechslung der erfahrenen Spieler wie Hackenberg und Schnödt deutlich früher erwartet, um mehr Stabilität in der Abwehr zu erreichen. Beide haben zudem für Torgefahr gesorgt, wobei speziell der Wechsel in der Spielweise von Pankraz auf Schnödt meiner Abwehr einige Zeit Mühe bereitet und dem gegnerischen Kreisläufer gute Chancen ermöglicht hat.“ 

Trainer, Spieler und Verantwortliche der SG bedauerten vor allem, der großartigen Kulisse nicht mehr geboten zu haben. „Es waren schon lange nicht mehr so viele Zuschauer in der Halle“ freute sich Spartenleiter Norbert Herold über die volle und mit Trommeln und Fahnen übersäte Tribüne. „Viele unserer ehemaligen Spieler waren dabei, von der 3. Liga bis zur Landesligazeit. Umso mehr hätte ich mir ein besseres Spiel unserer Mannschaft gewünscht.“ Für einen Blick in die Zukunft war es so kurz nach der enttäuschenden Niederlage noch zu früh. „Wir haben jetzt fast ein ganzes Jahr trainiert und gespielt und brauchen erst einmal ein wenig Abstand vom Handball. Die meisten machen in den nächsten Wochen Urlaub.“ Die Trainer werden zunächst die abgelaufene Runde analysieren und dann anfangen, die nächste Spielzeit in der BOL vorzubereiten, schließlich startet die neue Saison bereits in etwa sechs Wochen. Bis dahin will erst einmal keiner der Spieler einen Handball sehen. „Wir hatten uns zwar ein anderes Ende gewünscht, aber so ist der Sport“ verabschiedete sich Stefan von Frankenberg in den vorgezogenen Urlaub.  
 
Statistik:
SG Auerbach/Pegnitz:
Seiffert, Kroher, Bauer (1), Tannenberger (2), Schnödt, Bürger (4), Herold (1), Pankraz (8/4), Schalanda (2), Neuß (6), Deinzer, Raß (2), Förster (3), Hackenberg (2)
HC Sulzbach-Rosenberg:
Martin, Männl, Ströhl (2), Forster, Weiß, Sehnke, Rohrbach J. (13/4), Haubold (4), Smolik (3), Lesak (9), Wedel (1), Rohrbach F. (3), Luber (5), Klee
Strafwürfe: 4/4 : 4/4 (Pankraz 4/4 – Rohrbach J. 4/4)
Strafzeiten: 4 : 3
Schiedsrichter: Peter Abel, Christian Herpolsheimer
Zuschauer: ca. 490
Spielfilm: 0:1, 1:1, 1:4, 7:9, 7:11, 11:13, 11:16, 12:18, 15:22 – 16:22, 21:25, 21:30, 29:36, 29:40, 31:40


Harald Weidmann

Vereinsneuigkeiten
W1siziisijiwmjivmduvmtyvatm0cgfmb2ixnf9gu0pfmtywxzywmc5wbmcixv0?sha=395319d7f4110d46